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Raus aus der Komfortzone

Artikel jetzt lesen (PDF): Raus aus der Komfortzone – Philip Keil im Interview mit der Kronen Zeitung

Philip Keil – Raus aus der KomfortzoneLeadership Motivation: Wie reagiert man unter Stress richtig?

2009 muss ein Flugzeug im Hudson River notlanden. Das Ereignis ist so spektakulär, dass Hollywood den Stoff aufgreift und einen Film daraus macht. Im gleichen Jahr startet auch Berufspilot und Keynote Redner Philip Keil die Maschinen im ägyptischen Hurghada. Bei wunderschönem Wetter hob er ab, dann erwischte eine Windscherung das Flugzeug unmittelbar nach einer Steilkurve. Die klare Sicht ist trügerisch – vor allem bei Hitze können seltene Wetterphänomene plötzlich auftreten und das Flugverhalten der Maschine schlagartig verändern. Von einer Sekunde auf die andere ist der Luftstrom unter den Tragflächen weg – und das in 150 Metern Höhe.

Die besten Redner sprechen aus Erfahrung – Der Transfer vom Cockpit in den Alltag

Piloten werden auf Situationen wie diese durch wiederholtes Training im Flugsimulator vorbereitet, in der akuten Situation helfen einstudierte Handlungen und Reaktionen aber nur, wenn das Training oft genug außerhalb der Komfortzone stattfindet. Die alltägliche Routine muss durchbrochen werden, um sich wirklich auf den Ernstfall vorzubereiten. Philip Keil ist einer der Top Speaker Deutschlands, weil er diese Erfahrungen gezielt umsetzt: im Alltag, im Berufsleben und in der Unternehmensführung.

Redner gesucht? Als Gastreferent und Keynote Speaker hilft Philip Keil Ihnen weiter

Aus den Analysen der Abstürze der letzten Jahre ging hervor, dass so gut wie nie Fehlhandlungen zur Katastrophe führten, sondern das Fehlen von Handlung. Auch für den Berufspiloten war 2009 die Handlung, die dazu führte, dass er den Absturz verhinderte zunächst alles andere als intuitiv. Als die Maschine an Auftrieb verlor, drückte er die Nase des Flugzeugs herab und gab Schub, sodass neuer Aufwind generiert werden konnte. Solche Entscheidungen müssen in nur wenigen Sekunden getroffen werden. Und sie brauchen neben der Entscheidungsbereitschaft des Handelnden ein funktionierendes Team, das gut koordiniert ist – wie im Cockpit. Auch im Alltag, im Berufsleben und vor allem in der Unternehmensführung sind diese Kompetenzen von entscheidendem Wert.

Ganz gleich ob im Change Management, in seiner Kapazität als Motivationsredner oder in der Führung von Teams: Als Conference Speaker kann Ihnen der Berufspilot erläutern, wie Sie diese Schlüsselkompetenzen für sich selbst oder Ihr Unternehmen umsetzen. Gerade in Führungspositionen sind oft ebenso schnelle und unvorhersehbare Entscheidungen zu treffen. Und auch hier ist es von entscheidendem Vorteil, die Trockenübung nicht nur im gewohnten Umfeld umzusetzen, sondern aus der eigenen Komfortzone auszubrechen. Top Redner Philip Keil erklärt Ihnen wie.

Weil rechts ranfahren nicht geht…

Artikel jetzt lesen (PDF): „Weil rechts ranfahren nicht geht…“ – Was Gründer und Manager von Piloten lernen können.

Philip Keil – founders MagazinÜber 8.000 Stunden meines Lebens habe ich in der Luft verbracht. In einem Cockpit in 13 Kilometern Höhe zu sitzen, hat etwas Absolutes. Tritt ein unvorhergesehenes Problem auf – etwa ein technischer Defekt oder ein schweres Gewitter – kannst Du nicht mal eben rechts ranfahren. Du kannst mit den äußeren Umständen hadern, schließlich kannst Du nichts dafür. Aber mal ganz ehrlich: Wen interessiert das dort oben? Bist Du deshalb weniger verantwortlich dafür, die Kiste irgendwie heil wieder runter zu bekommen?

Führung im Unternehmen verstehen: Keynote Leadership

Führungsverantwortung zu übernehmen, heißt sich der Tatsache bewusst zu sein, Entscheidungen treffen zu müssen. Egal ob Führungskräfte im Cockpit eines Flugzeugs oder in dem eines Unternehmens sitzen, sie setzen sich den gleichen Anforderungen aus. Und in beiden Fällen sind es nicht Fehlhandlungen, die zu Crashs und Katastrophen führen, sondern das Fehlen von Handlung. Der Mangel an Handlungsbereitschaft ist für Berufspilot und Conference Speaker Philip Keil Schlüsselelement Nummer 1 in der Fehleranalyse. Wer am Steuer sitzt, muss handeln, auch unter Zeitdruck. Auch wenn rechts ranfahren nicht geht. Im Cockpit einer Maschine, die mehrere Kilometer in der Luft fliegt, ist das manchmal vielleicht offensichtlicher, als in der Chefetage eines Unternehmens am Boden. Doch erfolgreiche Unternehmensführung bedeutet, die Verantwortung ernst zu nehmen und auch unbequeme Entscheidungen in kurzer Zeit fällen zu können, um katastrophale Konsequenzen frühzeitig abzuwenden.

Philip Keil: Keynote Speaker Motivation, Change Redner, Gastreferent

In seinem Buch „Du bist der Pilot“ erklärt der Berufspilot und Top 100 Speaker wie es gelingt, selbstbewusst, Ziele im Leben zu erreichen. In der Unternehmensführung, wie auch im Berufsleben und Alltag. Positive Fehlerkultur ist ein Kernelement für das Gelingen dieser Prämisse. Im Buch und in einer seiner Keynotes und Vorträge über Change Management Motivation, Zusammenarbeit im Team sowie Führung und Leadership führt er Unternehmern und Menschen im Alltag und Berufsleben vor, wie es möglich ist, mit Fehlern richtig umzugehen, sie effizient zu analysieren und die Entscheidungen und Impulse daraus zu schließen, die nötig sind für wichtige Veränderungsprozesse in der Krisenprävention.

Bereits durch einen Vortrag Veränderung einleiten

Die meisten Menschen sprechen nicht gerne über Fehler. Dabei mangelt es in den meisten Fällen an richtigen Ansätzen, mit ihnen umzugehen. Hierarchien und falsche Wahrnehmungen können ganze Fehlerketten in Kraft setzen, die aus präventablen Krisensituationen katastrophale Crashs werden lassen. Wachstum, persönliches und unternehmerisches, erwächst aus dem Verlassen der Komfortzone: aus dem Mut zur Veränderung. Motivationsredner Philip Keil kann schon durch einen Vortrag wichtige Impulse setzen, um Sie und Ihr Unternehmen auf den richtigen Weg zu bringen.

Die Kunst der Entscheidung

Artikel jetzt lesen (PDF): Philip Keil im Gespräch: Wie treffen wir gute Entscheidungen? In sechs Tipps fasst der Speaker und Berufspilot seine Empfehlungen zusammen.

Philip Keil – Münchner MerkurFührung und Leadership heißt, das Steuer in Händen zu halten

Im Februar 2009 ist der erfahrene Berufspilot gezwungen, eine der vielleicht wichtigsten Entscheidungen seines Lebens zu treffen. Eine Windscherung macht aus einem Routineflug vom ägyptischen Urlaubsort Hurghada nach München eine unvorbereitete Probe für die Nervenstärke und Entschlossenheit des Piloten. Das seltene und tückische Wetterphänomen lässt die Maschine kurz nach dem Start plötzlich wie durch eine Falltür zu Boden sacken. Dem Piloten bleiben nur zwei Sekunden um eine Entscheidung zu treffen, die nicht nur sein eigenes Leben betrifft, sondern auch das seiner Crew und der 189 Passagiere an Board. Seine Entscheidung war kontraintuitiv: anstatt dem vielleicht näher liegenden Impuls zu folgen, die Maschine hochzuziehen, drückte er die Nase des Flugzeugs nach unten und erzeugte so neuen Aufwind, den er nutzen konnte, um einen Absturz zu verhindern.

Keynote Leadership: Motivationsredner Philip Keil über die Bedeutung von Entscheidungen

In der überwiegenden Zahl der Fälle sind es nicht falsche Entscheidungen, die zu Katastrophen führen – sondern das Ausbleiben von Entscheidungen. Die Erkenntnis, am Steuer zu sitzen und die Verantwortung zu tragen muss mit dem Mut einhergehen, eine Wahl zu treffen. Sich in einer Krisensituation für eine der sich bietenden Optionen zu entscheiden, heißt, die anderen auszuschließen. Dabei kann man es nicht immer jedem recht machen, tut aber das Nötige, um die Katastrophe zu verhindern. Das gilt für das Cockpit genauso wie für Führungspositionen. Die Entscheidung, die Berufspilot und Keynote Speaker Philip Keil im Cockpit traf, beeinflusste sein Leben nachhaltig. Heute bietet er seine Erfahrung aus über 8.000 Flugstunden an, um Führungskräften die Kunst der Entscheidung zu vermitteln. In einer Change Management Keynote, einem Motivationsvortrag oder als Gastredner über Führung von Teams und Führung von Mitarbeitern.

Mit einem Leadership Vortrag die Kunst der Entscheidung erlernen

Die schwierigen Entscheidungen im Leben reichen weit über das Rationale hinaus. Intuition spielt eine genauso große Rolle, wie Erfahrung und Entscheidungsfreude. Wer durch einen von Conference Speaker Philip Keil kuratierten Vortrag Veränderung in Gang setzen möchte, sollte den Top 100 Speaker und Vortragsredner buchen. Führung von Mitarbeitern und erfolgreiche Unternehmensführung bedürfen einer Motivation zur Veränderung. In der Unternehmenskultur und in der Übernahme von Verantwortung in der Führungsebene. Die Kunst der Entscheidung ist ein Schlüsselelement im Bereich Change Management und Leadership, um auch für Ihr Unternehmen wichtige und oft kurzfristige Entscheidungen mutig und verantwortungsbewusst treffen zu können.

 

Risikomanagement über den Wolken

Die europäische Flugsicherung warnt Fluggesellschaften vor möglichen Raketen im östlichen Mittelmeerraum. Was das genau bedeutet, erklärt Berufspilot Philip Keil.

Zum Artikel: Philip Keil im Interview mit 20min.ch – Sicherheitsmanagement über den Wolken

Artikel Keynote Management über den WolkenKeynote Speaker Philip Keil über die Einschätzung von Risikofaktoren im Flugverkehr

Im April 2018 warnte die europäische Flugsicherung Fluggesellschaften vor einem erhöhten Risiko im östlichen Mittelmeerraum. Der, vor allem den syrischen Luftraum umfassende, Sicherheitshinweis galt in einem Umkreis bis Zypern. Im Interview erklärt der Berufspilot und Conference Speaker, dass es sich normalerweise zunächst nur um eine Information handelt, die die Airlines in ihre Routenplanung einzuberechnen haben. Um eine akute Raketenwarnung handelte es sich auch damals nicht. Vielmehr geht es in diesen Sicherheitswarnungen um Störfaktoren durch High-Tech Systeme, die in Krisen- und Kriegsgebieten, wie eben in Syrien, zum Einsatz kommen. Sie können die Navigation und Kommunikation von Flugzeugen maßgeblich behindern oder vollständig ausfallen lassen. Auch ohne Computerunterstützung ist der Weiterflug möglich, durch fehlende Kommunikation mit Fluglotsen stellen diese Situationen allerdings immer eine Sicherheitsbedrohung an Bord dar. Deswegen ist es wichtig, Warnungen dieser Art ernst zu nehmen.

Führung und Leadership sind in solchen Planungsfragen von zentraler Bedeutung

Die Gefahreneinschätzung durch Sicherheitswarnungen dieser Art ist eine der Kernkompetenzen in der Planung, nicht nur für die Airlines, auch für den Piloten und seine Crew. Wer Führungsverantwortung besitzt, vor allem in der Führung eines Teams, muss die richtigen Entscheidungen treffen, um das Risiko zu minimieren. Auch Change Redner Philip Keil war bereits in der Situation, Flugverpflichtungen aufgrund von Sicherheitsbedenken abzulehnen. Frühwarnsysteme dieser Art kennt allerdings nicht nur der Flugverkehr. In der Unternehmensführung müssen Risikofaktoren auf ähnliche Art und Weise im Vorfeld beachtet, analysiert und beurteilt werden. Eine erfolgreiche Unternehmensführung muss diese Warnungen ernst nehmen und in angemessener Weise in die Planung einberechnen.

Keynote Leadership: Besteht in 10.000 m Höhe überhaupt eine Gefahr?

Das Bauchgefühl sagt, dass eine entsprechende Flughöhe Sicherheit verschafft, nicht nur im Cockpit, sondern auch in der Unternehmensführung und im Alltag. Wer sich in Sicherheit wähnt, ist auf die Herausforderungen der Moderne nicht adäquat vorbereitet. So wie ein modernes Passagierflugzeug zu Träge ist, um im Ernstfall einer modernen Rakete auszuweichen, sind häufig auch bereits mittelständische Unternehmen nicht manövrierfähig genug, um auf Krisensituationen schnell genug zu reagieren. In der Prävention heißt Leadership in aller Regel auch Mut zur Veränderung und Motivationsstrategien lernen heißt, aus der eigenen Komfortzone heraus zu treten, Warnungen ernst zu nehmen und mögliche Risiken frühzeitig in die Planung einfließen lassen. Motivationsredner Philip Keil sagt Ihnen wie, zum Beispiel in einem Vortrag über Change Management. Buchen Sie den Top 100 Speaker, um von seiner Erfahrung in Krisenprävention und Sicherheitsmanagement im Cockpit und in der Unternehmensführung zu profitieren.

Vortrag Leadership: gute Entscheidungen

Die FORDEC-Methode: Checkliste für gute Entscheidungen

Im schnelllebigen und komplexen Arbeitsalltag wird es zunehmend schwieriger, das Wesentliche im Blick zu halten und auf dessen Grundlage gut zu entschei- den. Eine einfache Methode aus der Luftfahrt kann bei schwierigen Entschei- dungen als Navigationshilfe eingesetzt werden.

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Inhalte aus dem Vortrag „Veränderung“ vom Topspeaker

Die einfache Checkliste für schwierige Entscheidungen

Zeit gehört zu den knappsten Ressourcen unserer Gesellschaft. Da lässt eine aktuelle Studie aus der Wirtschaft aufhorchen, wonach wir sage und schreibe drei Stunden täglich einfach so her schenken. Auf das Jahr gerechnet ergibt das einen Produktivitätsverlust von fast einem kompletten Monat!

Weil wir unter einer Angewohnheit leiden, der ich den Namen „Warteschleifen- Syndrom“ gegeben habe: wir schieben wichtige Entscheidungen vor uns her. Wir sind unsicher, grübeln, vertagen. Unsere Gedanken drehen sich – wie ein Flugzeug in der Warteschleife – im Kreis, ohne dass wir dabei vorankommen. So lange, bis uns der Sprit ausgeht und die wichtige Entscheidung auch noch dringend und damit noch schwieriger wird.

Sicher ans Ziel

Im Unternehmensalltag kostet dieses Zögern viel Zeit, Geld und Nerven. In der Luftfahrt kann es Menschenleben kosten. Schließlich können wir nicht mal eben rechts ranfahren und eine Krisensitzung einberufen, wenn etwa ein Triebwerk brennt. Immer wieder verunglückten in den 1970-er Jahren Flugzeuge, weil die Piloten wie gelähmt waren, anstatt zu handeln. Das Paradoxe daran: je mehr technische Hilfsmittel wie Autopilot und Warnsysteme in den Flugzeugen verbaut wurden, desto häufiger kam es zu menschlichem Versagen der Piloten, die diese Hightech-Flugzeuge bedienten. War der Pilot vor 40 Jahren noch ein „Flugzeuglenker“, musste er wenige Jahre später wie ein „Manager der Lüfte“ komplexe Systeme bedienen und überwachen. Was als Erleichterung für die Piloten konzipiert war, entpuppte sich als eine ganz neue Herausforderung, der die Crews oft nicht gewachsen waren. Deshalb entwickelte die NASA das „Crew Resource Management“. Einfache aber gleichzeitig hocheffektive Strategien, die der Crew in jeder Situation dabei helfen, schnell und souverän eine Lösung zu finden. Wenn Sie so wollen ein „mentaler Werkzeugkasten“, der für jedes Problem das passende Werkzeug bereithält. Eines dieser insgesamt zehn Werkzeuge, das ich auch in meinem Buch „Ready for Takeoff“ vorstelle, ist der Kompass „FORDEC“. Eine Navigationshilfe für schwierige Entscheidungen. Eine schnell und einfach anzuwendende Checkliste, die Schritt für Schritt ans Ziel führt.

FORDEC: Souverän im (Unternehmens-) Cockpit

Ein Notfall bedeutet immer, unter Zeitdruck schwierige und folgenschwere Entscheidungen treffen zu müssen – auch im Unternehmens-Cockpit. FORDEC können Sie eins zu eins auf Ihre Situation übertragen. Absolvieren Sie diese Checkliste unbedingt schriftlich und notieren Sie dafür diese sechs Buchstaben untereinander auf einem Blatt Papier:

„F“ wie Facts:
Was sind die Fakten? Gehen Sie nicht zu schnell über diesen vermeintlich trivialen Punkt hinweg. Sorgen Sie für Ruhe und blicken Sie von außen auf Ihre Ausgangslage. Beobachten Sie unvoreingenommen, ohne zu bewerten. Nur wer seinen genauen Standort kennt, findet den Weg zum Ziel.

„O“ wie Options:
Nachdem Sie stichpunktartig alle Fakten notiert haben, überlegen Sie: „Was eröffnen sich aus dieser Gemengelage für Möglichkeiten?“ Auch hier gilt, sich nicht auf die offensichtlichen Optionen zu beschränken, sondern die Scheuklappen abzulegen. Nehmen Sie sich Zeit und notieren Sie jeden noch so abstrusen Einfall. Streichen können Sie ihn später immer noch.

„R“ wie Risks and Benefits:
Hier ist die Frage: „Was wäre, wenn?“ Versehen Sie jede zuvor notierte Option mit zwei Pfeilen und listen unterhalb des linken Pfeils die Gefahren, Risiken und Nachteile auf, die diese Option mit sich bringen würde. Unterhalb des rechten Pfeils führen Sie alle Vorteile und Chancen auf. Nachdem Sie das für alle Optionen gemacht haben, vergleichen Sie das jeweilige Chancen-/Risiko-Verhältnis. Diese optische Gegenüberstellung hilft Ihnen dabei, den Überblick zu behalten.

„D“ wie Decision:
Sie haben nun alle Informationen auf dem Tisch. Jetzt müssen Sie konsequent sein und zeitnah eine Entscheidung treffen. Wenn Sie sich jetzt immer noch schwer tun, bitten Sie einen „Copiloten“ um Rat. Außenstehende sehen die Dinge oft klarer.

„E“ wie Execution:
Was bei einem Modell zur Entscheidungsfindung überraschen mag, ist die Tatsache, dass es nicht mit der getroffenen Entscheidung endet. Jetzt gilt es, sofort ins Handeln zu kommen und die Entscheidung in die Tat umzusetzen. Notieren Sie sich unter diesem Punkt die konkreten Schritte zum Ziel. In der Luftfahrt wie im Business zählen nicht die Entscheidungen, die wir treffen, sondern das Ergebnis.

„C“ wie Check:
Da es sich bei FORDEC nicht um ein „Augen-zu-und-durch“ Modell handelt, ist ständige Kontrolle wichtig. Gerade bei längerfristigen Projekten gilt es, kontinuierlich zu „checken“, ob man noch „auf Kurs“ ist oder ob korrigiert werden muss. Greifen meine oben beschlossenen Maßnahmen oder muss ich nachbessern? Gleichzeitig gilt es auch, auf äußere Faktoren zu achten. Hat sich etwas Grundlegendes an der Situation geändert? Neue Fakten bedeuten unter Umständen ein neues FORDEC.

Schluss mit Autopilot

Sie haben nun einen verlässlichen Kompass, der Ihnen den Weg weist. Nur gehen müssen Sie ihn schon noch selbst. Der Alltagsstress und die Angst vor einer Fehlentscheidung bremsen unser Gehirn häufig aus. Ändern Sie Ihre tägliche Routine, indem Sie sich gleich in der Früh um die wichtigen Entscheidungen des Tages kümmern, während Ihr E-Mail-Postfach und Ihr Telefon im „Flugmodus“ sind. Und dann seien Sie mutig! FORDEC verhindert einen Totalschaden. Und überlebbare Fehler sind doch die beste Lernquelle! Es gibt in den wenigsten Fällen die eine richtige oder falsche Entscheidung. Wenn der „Kapitän“ in jedem Unternehmen offen mit Fehlern umgeht und seine Crew daran teilhaben lässt, lernen alle dazu und jeder verliert die Scheu vor Fehlentscheidungen. Studien zeigen, dass Unternehmen mit einer positiven Fehlerkultur seltener „crashen“ und motiviertere Mitarbeiter haben. Nehmen Sie also das Steuer selbst in die Hand! FORDEC wird seit Jahrzehnten in den Cockpits dieser Welt erfolgreich angewendet. Ich bin mir sicher, dass diese Checkliste auch Ihnen zur Punktlandung verhelfen wird. Kommen Sie gut an!

Pilot und Conference Speaker im Radio Talk


Interview anlässlich der Vortragsreihe „Kopf.Kino“ in der Eventhalle Ingolstadt.

BR Stationen: „Entscheidung meines Lebens“

Stationen im BR – „Vier Sekunden für die richtige Entscheidung“

Vier Sekunden entschieden über die Katastrophe: Pilot und Top Speaker Philip Keil über einen Schlüsselmoment in seiner Karriere

Hochziehen oder absinken? Vor dieser Entscheidung stand Philip Keil vor acht Jahren, und sie sollte sein späteres Berufsleben prägen. Er geriet auf einem Routineflug in eine Windscherung – das vollbesetzte Flugzeug befand sich im freien Fall. Vier Sekunden waren Zeit, um richtig zu handeln und einen Absturz zu verhindern. Der Pilot entschied blitzschnell und steuerte nach unten, um wieder Auftrieb zu bekommen. In einer solchen Extremsituation schnell vorhandenes Wissen abzurufen und ohne zu zögern danach zu handeln: darauf kommt es nicht nur im Pilotenalltag an.

Unter (Zeit-)Druck Entscheidungen treffen – eine Kernkompetenz auch im Management

Absinken, um einen Absturz zu verhindern: Was zunächst kontraintuitiv klingt, hätte sich tatsächlich als Fehler entpuppen können. Doch noch schlimmer wäre es gewesen, zu zaudern und letztendlich nichts zu tun. Man hat herausgefunden, dass es nicht Fehlhandlungen sind, die zu Abstürzen führen, sondern das Fehlen von Handlungen. Es ist eine der wichtigsten Lektionen, die Philip Keil aus seinem Pilotenalltag gelernt hat. In seinen Workshops und Keynote-Vorträgen gibt er die Fähigkeit, unter Druck intuitive und rationale Entscheidungen zu treffen, an Manager und Führungskräfte weiter.

Philip Keil teilt essentielle Kompetenzen aus dem Piloten-Alltag mit Führungskräften

Was im Cockpit eines Flugzeugs gilt, lässt sich häufig auf die Führungsebene eines Unternehmens übertragen: Die Angst vor Fehlentscheidungen darf nicht das Handeln bestimmen. Der erfahrene Gastreferent und Keynote-Speaker Philip Keil teilt dieses Wissen mit Führungskräften wie Irene Essmann, die auf Pressekonferenzen blitzschnell wichtige Informationen herausfiltern und für ihre Firma aufbereiten muss. Dafür geht es direkt in den Flugsimulator, zu einem Landeanflug auf schwieriges Terrain. Eine außergewöhnlich kurze Landebahn, umringt von verschneiten Bergen: Hier können schnell unvorhergesehene Stresssituationen entstehen. Entscheidungsfähigkeit, flexibles Umdisponieren und Teamwork sind gefragt – alles Dinge, die Irene Essman und andere Führungspersonen von dem erfahrenen Berufspiloten lernen können.

Verantwortung: Die Keynote zum Thema Leadership

Interview anlässlich der Vortragsreihe „Kopf.Kino“ in der Eventhalle Ingolstadt.

Radio: Bombendrohung an Bord

Interview mit Philip Keil auf Radio hr3

WELT – Live-Interview: Aus für den A380

Philip Keil im Live-Interview der WELT: Das steckt hinter dem Aus des Airbus A380

Fernseh-Experte Philip Keil über das Scheitern des Airbus 380

Vier Triebwerke, viel Platz und ordentlich Power: Das Langstreckenflugzeug A380 von Airbus sollte eine Erfolgsgeschichte werden. In vielen Bereichen wie Aerodynamik und Triebwerksgestaltung dachte der Hersteller völlig neu, um seinen Kunden ein Prestige-Objekt für ihre Flotte zu liefern. Doch es kam anders. Der Flugzeug-Markt hat sich weiterentwickelt, die meisten Airlines können sich einen solchen Luxus angesichts des Preiskampfes am Himmel nicht mehr leisten. Etwas kleinere Maschinen mit nur zwei, dafür aber leistungsstärkeren Motoren sind auf dem Vormarsch, auch für lange Distanzen. Für den A380 mit seinen wartungsintensiven, unökonomischen und wenig spritsparenden Triebwerken bedeutete das das Aus.

Unternehmensführung in Krisenzeiten: Das Keyword heißt Change Management

Der Airbus 380 ist mit diesem Schicksal nicht allein. Auch andere Hersteller haben sich im Hinblick auf die zukünftige Nachfrage verzockt, sich zu weit in das Luxussegment vorgewagt und hohe Entwicklungskosten versenkt. Ein kurzfristiges Umrüsten der Motoren, um die übrigen, kostspieligen Entwicklungen auszunutzen, ist oft nicht mehr möglich.
Beispiele wie dieses veranschaulichen die Bedeutung von vorausschauender Planung und zeigen, wie wichtig es ist, zukünftige Kundenbedürfnisse gut abschätzen zu können. Jetzt muss die Unternehmensführung reagieren: Wie geht man das Problem an? Was muss verändert werden, um das Tief zu überwinden?

Change Vortrag von Keynote-Speaker Philip Keil

Was in Unternehmen in Krisenzeiten wichtig ist, kennt der erfahrene Pilot Philip Keil auch aus seinem Berufsalltag: Führungsstärke beweisen, die Zusammenarbeit im Team verbessern und nicht zuletzt die Motivation zur Veränderung entfachen. Seine Erfahrungen und Methoden aus dem Cockpit und als Teamleiter teilt der beliebte Top Speaker in Keynotes, auf Vorträgen und bei Konferenzen. Buchen Sie den Change Redner, damit Manager und Führungskräfte von seinen Methoden profitieren können – auch in ihrem Unternehmen.

Interview „Die Welt“ – Krisenmanagement im Cockpit

„Jede plausible Drohung hat die Landung zur Folge“

Abgesagte, verspätete, umgeleitete Flüge: Die Bombendrohungen der letzten Monate verängstigen Reisende – und stören erheblich den Flugbetrieb. Wie geht die Branche damit um? Wir fragten einen Piloten. Von Bettina Seipp

flugsicherheit-blog

Foto: picture alliance Evakuierung in Kopenhagen: Wegen eines Bombenalarms musste die Polizei am 18. November 2015 einen Teil des Flughafens der dänischen Hauptstadt absperren

Foto: picture alliance Evakuierung in Kopenhagen: Wegen eines Bombenalarms musste die Polizei am
18. November 2015 einen Teil des Flughafens der dänischen Hauptstadt absperren

Am 25. Mai 2015, Pfingstmontag, war es besonders schlimm: Eine Bombendrohung jagte die nächste, darunter gegen eine Maschine von Delta Airlines aus London (Link: http://www.welt.de/themen/london-staedtereise/) und gegen einen in Madrid gestarteten Flieger von United Airlines, die beide auf dem Weg nach New York (Link: http://www.welt.de/themen/new-york- staedtereise/) waren, desweiteren gegen Flugzeuge von Air France, American Airlines und Saudi Arabian Airlines. Obwohl sich die insgesamt zehn Drohungen, die bei den Behörden eingingen, später als „nicht glaubwürdig“ herausstellten, stiegen an diesem Tag sogar amerikanische Kampfjets zum Schutz der Passagiere auf.

Wer entscheidet eigentlich, wie mit einer Bombendrohung, die sich gegen ein in der Luft befindliches Flugzeug richtet, umzugehen ist? Darüber sprachen wir mit Philip Keil. Der 33-jährige Pilot, der für einen deutschen Ferienflieger arbeitet, hält Vorträge, berät Unternehmen in Fragen des effektiven Krisenmanagements und schreibt Bücher.

Die Welt: Wie ist das Prozedere bei einem Bombenalarm?

Philip Keil: Wenn aus den Aussagen des Informanten nicht eindeutig hervorgeht, dass es sich um einen dummen Scherz handelt, etwa weil die Aussagen widersprüchlich oder unlogisch sind, muss grundsätzlich jede derartige Drohung zunächst mal als wahr eingestuft werden. Ein eigens dafür eingerichteter Krisenstab der betroffenen Airline arbeitet dann mit Experten der Polizei zusammen. Die Crew wird unmittelbar benachrichtigt. Und sollte sich die Drohung verifizieren lassen, etwa weil der Informant den Ort der Bombe nennt, geschieht das zuerst. Ist das nicht der Fall, gehen die Piloten und Flugbegleiter, in Absprache mit den Experten am Boden, systematisch nach einer „Bomb Threat“- Checkliste vor, um die Gefahr einer Detonation zu minimieren.

Die Welt: Was heißt das genau?

Keil: Details dieser Checkliste darf ich nicht verraten, nur so viel: Bomben reagieren häufig sensibel auf Druck- oder Temperaturveränderungen sowie auf Erschütterungen. Darauf sind einige der Maßnahmen ausgerichtet.

Die Welt: Und beinhalten die auch eine sofortige Landung?

Keil: Selbstverständlich, wir sprechen konkret von zeitnaher Landung mit anschließender koordinierter Evakuierung der Passagiere und der Crew.

Die Welt: Das heißt, jede Drohung, die sich gegen ein Flugzeug richtet und halbwegs plausibel klingt, hat eine zeitnahe Landung zur Folge?

Keil: Ja.

Die Welt: Wie teuer kommt eine „getürkte Bombendrohung“ eine Airline?

Keil: Das kann sich zwischen vier- und hohen sechsstelligen Beträgen abspielen, je nachdem, ob Einsatzkommandos in Aktion treten, Unterkünfte für Passagiere und Crew notwendig werden und sich geplante nachfolgende Flüge verschieben.

Die Welt: Sie haben als Flugkapitän die „luftpolizeiliche Hoheitsgewalt“ an Bord, das heißt, Sie können bei Gefahr in Verzug beispielsweise Passagieren Handschellen anlegen. Nicht jeder wird sich das gefallen lassen. Sind die Piloten oder die Crew eigentlich im Nahkampf ausgebildet?

Keil: Die Flugbegleiter sind mit den Basishandgriffen zur Selbstverteidigung und zum Anlegen der Handschellen vertraut. Denn gerade in sicherheitsgefährdenden Situationen ist es oberste Priorität, dass sich die Crew zu helfen weiß und die Cockpittür geschlossen bleibt.

Die Welt: Darf die Crew zur Überwältigung von renitenten Passagieren die Hilfe anderer Passagiere in Anspruch nehmen?

Keil: Es wird den Flugbegleitern sogar dringend geraten, sogenannte able-bodied persons, kräftige Männer jungen und mittleren Alters unter den Passagieren, anzusprechen, wenn es zu körperlicher Gewalt eines Passagiers gegenüber der Crew oder anderen Passagieren kommt.

Die Welt: 2010 gab das Landgericht Duisburg einem Passagier Recht, dem vom Piloten der Mitflug wegen einer „Alkoholfahne“ verweigert worden war. Der Pilot musste für die Kosten des Passagiers aufkommen. Finden Sie das gerecht?

Keil: Um das bewerten zu können, müsste ich mehr Details zum Fall wissen. Eine „Alkoholfahne“ allein ist sicher kein streitbarer Grund für eine Ablehnung der Beförderung, da von dieser Person keine Gefahr oder unzumutbare Belästigung Mitreisender ausgeht. Wäre dieser Passagier aber zusätzlich verhaltensauffällig geworden, also aggressiv, ausfallend, motorisch oder verbal beeinträchtigt, muss der Pilot dem Passagier die Beförderung verweigern. Da ist die Rechtslage eindeutig.

Die Welt: Alkohol ist immer wieder ein Problem an Bord. Sollte man den Ausschank nicht ganz verbieten?

Keil: So einfach ist das nicht. Denn in den meisten Fällen kommen die Passagiere, die dann später Ärger machen, schon alkoholisiert an Bord. Etwaige Sanktionen müssten also schon vorher greifen. Bislang ist es so, dass die Flugbegleiter an Bord entscheiden, wann mit dem Ausschank Schluss ist. Und das klappt ganz gut.

Die Welt: Tatsächlich? Liest man die Zeitungen, könnte man den Eindruck bekommen, viele Passagiere vergessen über den Wolken ihre gute Kinderstube. Ziehen die preiswerten Tickets der Billigairlines die falschen Leute an?

Keil: Das würde ich nicht pauschalisieren. Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass gerade vermeintlich besser situierte Gäste meinen, sie hätten Sonderrechte und könnten ihr Umfeld und die Flugbegleiter herablassend behandeln. Respekt und Anstand sind keine Fragen des Kontostands.

Die Welt: Was war das schlimmste Erlebnis Ihrer Pilotenlaufbahn?

Keil: Ich erinnere mich an eine Passagierin, die mit einem frisch angelegten Gipsverband an Bord kam. Durch den erheblich niedrigeren Kabinendruck im Reiseflug wäre die Gefahr unvorstellbarer Schmerzen und eines bleibenden Schaden des betroffenen Arms zu hoch gewesen, sodass wir sie zu ihrer eigenen Sicherheit nicht befördern durften. Die Dame weigerte sich aber strikt, das Flugzeug zu verlassen. Erst als ich ihr drohte, die Flughafenpolizei zu alarmieren, ging sie fluchend von Bord und bespuckte sogar noch das Flugzeug.

Die Welt: Haben Sie neben der „luftpolizeilichen Hoheitsgewalt“ eigentlich auch das Recht, Paare an Bord zu trauen?

Keil: Nein, so gern ich Verliebten über den Wolken auch den göttlichen Segen spenden würde. Eine rechtskräftige Eheschließung können Piloten nicht vornehmen.

Gefahren beim Fliegen

„Ich würde nicht mehr über den Sinai fliegen“

Berufspilot Philip Keil arbeitet bei einer deutschen Fluggesellschaft und hält Vorträge über Sicherheit. Wir sprachen mit ihm über den Absturz des russischen „Metrojet“-Airbus in Ägypten. Von Bettina Seipp

Nach seiner Ausbildung bei der Lufthansa saß Philip Keil bereits mit 22 Jahren im Cockpit großer Passagiermaschinen und war damit einer der jüngsten Verkehrspiloten Deutschlands. Insgesamt absolvierte er „über 8000 Flugstunden, Tausende Starts und Landungen auf vier Kontinenten und in beinahe allen Klimazonen“. Der 33-Jährige, der heute als Pilot für einen deutschen Ferienflieger unterwegs ist, hält außerdem Vorträge und berät Unternehmen in Fragen des effektiven Krisenmanagements. Im März 2016 erscheint im Goldegg Verlag sein Buch „Ready for Takeoff“. Wir sprachen mit Philip Keil über seine Erfahrungen, was die Sicherheit auf ägyptischen Flughäfen angeht.

Die Welt: Die Briten waren die ersten, die alle Flüge vom ägyptischen Scharm al-Scheich eingestellt haben. Fanden Sie die Entscheidung richtig oder verfrüht, da es ja noch nicht als erwiesen gilt, dass eine Bombenexplosion an Bord der russischen „Metrojet“-Airbus den Absturz verursachte?

Philip Keil: Ich halte den Schritt der Briten für richtig. Die Sinai-Halbinsel galt schon vor dem Absturz als potenzielles Gefahrengebiet. Und wie erst jetzt bekannt wurde, entging eine britische Ferienfluggesellschaft bereits im August nur knapp einem Raketenbeschuss, als sich die Maschine im Anflug auf Scharm al-Scheich befand.

Die Welt: Das Auswärtige Amt hat eine Teilreisewarnung für den Norden der Sinai-Halbinsel und für das ägyptisch-israelische Grenzgebiet erlassen. Reicht das Ihrer Meinung nach aus?

Keil: Nein, vor Reisen auf die Sinai-Halbinsel sollte klar gewarnt werden und dem Vorbild Großbritanniens, Russlands, der Niederlande und den skandinavischen Ländern gefolgt werden. Bis die Absturzursache restlos aufgeklärt ist, können Wochen bis Monate vergehen. Eine Reisewarnung solange hinauszuzögern, obwohl es einen erhärteten Verdacht auf einen terroristischen Akt gibt, wäre so, als würde ich mit einem stotternden Triebwerk losfliegen, nur weil es ja noch nicht endgültig ausgefallen ist. Wer Passagieren das Mitführen einer Wasserflasche verbietet, sollte auch an anderer Stelle deren Sicherheit nicht aufs Spiel setzen.

Die Welt: Britische Airlines waren auch die ersten, die auf den Evakuierungsflügen von Ägypten (Link: http://www.welt.de/themen/aegypten-reisen/) nach Großbritannien nur noch die Mitnahme von Handgepäck erlaubten, um den Frachtraum „sauber“ zu halten. Macht das sicherheitstechnisch Sinn?

Keil: Wenn internationale Standards bei der Kontrolle von Gepäckstücken Anwendung finden, stellt die Mitnahme per se kein Risiko dar. Das bedeutet: Strenge Kontrollen der Flughafenmitarbeiter, das Durchleuchten jedes Gepäckstücks und der Einsatz von Bombenspürhunden.

Die Welt: Die niederländische Fluggesellschaft KLM bedient zwar nicht Scharm al-Scheich, sondern fliegt Kairo in Ägypten an. Doch auch auf dieser Strecke dürfen Passagiere nur noch mit Handgepäck fliegen. Was ein Indiz dafür ist, dass KLM den Sicherheitskontrollen in der ägyptischen Hauptstadt ebenfalls misstraut. Sie selbst kennen die ägyptischen Flughäfen von Ihren Einsätzen. Welche Erfahrungen haben Sie in Kairo gemacht?

Keil: Kairo ist ein internationaler Großflughafen und Drehkreuz in die ganze Welt. Entsprechend ausgerüstet und geschult sind die Mitarbeiter der Security. Ich denke schon, dass der Flughafen die Sicherheitsstandards erfüllt.

Die Welt: Können Sie auch noch etwas zu den Airports von Hurghada und Marsa Alam sagen, die beispielsweise von Air Berlin (Link: http://www.welt.de/themen/berlin-staedtereise/) regelmäßig angeflogen werden?

Keil: Die räumliche Entfernung zur Sinai-Halbinsel machen Hurghada und Marsa Alam zu weniger kritischen Reisezielen als Scharm al-Scheich. Auch hier wird man nun ein erhöhtes Augenmerk auf die Sicherheit an den Flughäfen legen und verstärkte Kontrollen durchführen.

Die Welt: Viele heimkehrende Urlauber aus Scharm al-Scheich berichten von laxen Sicherheitskontrollen in den Tagen vor dem Absturz der russischen Maschine. So sei es gegen ein „Bakschisch“ von 15 Pfund möglich gewesen, Securitypersonal dazu zu bewegen, Flugreisende ohne Kontrolle an den Warteschlangen vor den Sicherheitskontrollen vorbeizuschleusen. Ist das ein typisch ägyptisches Problem?

Keil: Nein, es ist ein Problem vieler Entwicklungsländer, in denen es einem Großteil der Bevölkerung an Bildung und Perspektive mangelt. Gerade in Ländern mit instabiler Sicherheitslage und niedrigem Entwicklungsstand müsste das Sicherheitspersonal an Flughäfen ständigen Schulungen und Überprüfungen unterzogen werden. Und zwar von Experten aus Europa und den USA (Link: http://www.welt.de/themen/usa-reisen/) .

Die Welt: Britische Sicherheitsexperten, die an der Untersuchung des Absturzes beteiligt sind, gehen laut BBC inzwischen davon aus, dass „die Bombe kurz vor dem Start im hinteren Bereich der Unterflurfrachträume platziert“ worden sei. Braucht man dazu spezielle Schlüssel oder kann praktisch jeder diese Unterflurfrachträume von außen öffnen?

Keil: Ein Schlüssel ist nicht erforderlich. Eine geübte Handbewegung genügt und die Frachtluke öffnet sich. Im Laufe des Turnarounds, also der Zeit, die die Maschine am Boden steht, was in der Regel eine Stunde der Fall ist, wuseln Dutzende Personen um den Flieger herum: Reinigungskräfte, der Tankwagenfahrer, Cateringmitarbeiter, Beladepersonal und viele mehr.

Die Welt: Und jede dieser Personen muss zuvor durch eine Personalkontrolle?

Keil: Ja, selbstverständlich.

Die Welt: Können Sie als Pilot vom Cockpit aus verfolgen, was um die Maschine herum passiert und eine mögliche Straftat verhindern?

Keil: Nein, leider nicht. Als Pilot habe ich im Cockpit sitzend keine Chance zu kontrollieren, was mir kurz vor dem Start noch schnell in den Frachtraum geworfen wird. Deshalb ist es ja wichtig, dass das Bodenpersonal verschärft kontrolliert wird.

Die Welt: Welche Gefahr schätzen Sie aktuell für Passagiermaschinen als die größere ein – dass Sprengstoff in die Kabine geschleust wird oder dass die Maschine gezielt von einer terroristischen Boden-Luft-Rakete getroffen wird?

Keil: Jetzt wird man die Personen- und Gepäckkontrollen an den ägyptischen Flughäfen sicherlich sehr ernst nehmen, was das Gefährdungspotenzial kurzfristig minimiert. Doch einen Raketenbeschuss zu vermeiden, ist so gut wie unmöglich. Ich selbst bin unzählige Male im Landeanflug auf Scharm al-Scheich in niedriger Höhe über die menschenleeren Gebirgszüge der Sinai-Halbinsel geflogen. Dieses Gebiet flächendeckend vor Terroristen zu schützen, ist meines Erachtens unmöglich. Und der Beinahe-Abschuss der britischen Maschine im August hat gezeigt, wie real diese Bedrohung ist.

Die Welt: Haben Sie Angst, über die Sinai-Halbinsel zu fliegen?

Keil: Ja, ich hätte derzeit ernste Bedenken und würde darauf bestehen, auf eine abweichende Flugroute geplant zu werden.

21. Nov. 2015, 17:08

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Breaking News: Flugzeugabsturz auf Kuba

Live Interview mit Philip Keil bei „WELT“: Flugzeugabsturz auf Kuba

Führung von Teams: Top Redner Philip Keil über Krisensituationen im Cockpit

Im Mai 2018 stürzt eine Boeing 737 bereits kurz nach dem Start in der Nähe von Havana ab. Ein Jahr später gibt die kubanische Luftfahrtbehörde IACC bekannt, dass die Gewichtsberechnung der Maschine, die zu den ältesten noch im Einsatz befindlichen Modellen ihrer Art gehört, bereits im Vorfeld fehlerhaft gewesen sei – ein Pilotenfehler. Berufspilot und Change Redner Philip Keil stellt im Experten-Interview fest, dass in der akuten Krisensituation beim Absturz vor allem die Kommunikation im Cockpit und die Erfahrung des Teams von zentraler Bedeutung sind.

Zusammenarbeit im Team – Schlüsselelement zur Krisenbewältigung

Auch wenn ein Fehler letztlich zur Katastrophe führt, wie beim tragischen Unfall der Boeing in Kuba, ist die Führung von Mitarbeitern vor Ort und die Zusammenarbeit im Team von entscheidender Bedeutung. Binnen weniger Sekunden müssen Entscheidungen getroffen werden, die Kommunikation muss bruchfrei funktionieren. Um sich auf solche Extremsituationen vorzubereiten, trainieren Piloten und Crews in Flugsimulatoren. Ohne Erfahrung und ein eingespieltes Team kann aber auch das Training nur unzureichend auf eine tatsächliche Problemsituation vorbereiten. Das Verlassen der Komfortzone muss ein integraler Bestandteil in der Krisenprävention sein, um eingefahrene Verhaltensstrukturen aufzubrechen und die Motivation zur Veränderung umzusetzen.

Keynote Change Management: Erfahrungen aus dem Cockpit in Ihrem Unternehmen umsetzen

Berufspilot und Gastreferent Philip Keil schöpft aus jahrelanger Erfahrung im Cockpit sowie in der Fehleranalyse und weiß: die Erkenntnisse aus der Luftfahrt können im Alltag und vor allem in der Unternehmensführung über Crash oder Punktlandung entscheiden. Durch einen Vortrag über Führung oder eine Change Keynote erläutert er diese Transferleistung anschaulich und transparent. Erfolgreiche Unternehmensführung profitiert von der Vorbereitung auf Notsituationen, schneller und effizienter Kommunikation im Team und vom Mut zur Entscheidung einer Führungsperson, die Verantwortung übernimmt. Sowohl im Cockpit, als auch in der Führungsebene eines Unternehmens.

Entscheidungen treffen: Leadership-Tools für Unternehmen

Die FORDEC-Methode

Die einfache Checkliste für schwierige Entscheidungen

Schwierige Entscheidungen sind wie ein Sichtflug in den Wolken: Ohne Kompass fehlt die Orientierung und man läuft Gefahr, sein Ziel zu verfehlen. Je schnelllebiger und komplexer unsere Welt wird, desto schwieriger ist es, das Wesentliche im Blick zu behalten. Was am Boden Zeit, Geld und Nerven kostet, kann in der Luft Menschenleben kosten. Denn im Stressmodus treffen wir häufig die falschen Entscheidungen. Für dieses Problem entwickelte die NASA eine Methode, die auch im „Unternehmens-Cockpit“ als wertvolle Navigationshilfe eingesetzt werden kann: FORDEC….

Weiterfliegen

Flughafen ohne Landebahn?

Der vielleicht merkwür­digste Flughafen der Welt liegt auf der schottischen Insel Barra, die zu den Äußeren Hebri­den im Atlantik gehört. Denn obwohl hier zweimal täglich Linienflugzeuge landen, sucht man eines vergeblich: die Landebahn.

Artikel jetzt lesen (PDF): Philip Keil Artikel im Reiselust-Magazin Nr. 11 – Flughafen ohne Landebahn

Beitrag Flughafen ohne Landebahn

Redner und Pilot Philip Keil über das Unikum auf der schottischen Insel Barra

Ein Flughafen ohne Landebahn: auf der schottischen Insel Barra ist das seit 80 Jahren Alltag. Die Flugzeuge landen unmittelbar am Strand, Besucher werden durch ein Stroboskop vor den anfliegenden Maschinen gewarnt. Der Erfolg dieser sonderbaren und einzigartigen Einrichtung: effiziente Kommunikation. Die Flüge müssen an die Gezeiten angepasst werden und ohne entsprechendes Vertrauen auf allen Seiten, drohen Gefahren für den Personentransport und die Besucher der Insel selbst. Für den erfahrenen Berufspiloten und Motivationsredner Philip Keil ist diese sonderbare Eigenheit, ein passendes Beispiel für Führung Motivation und Zusammenarbeit im Team. Im Cockpit und in der Flugkontrolle am Boden muss diese Kommunikation fehlerlos sein, um einen reibungslosen Verkehr zu ermöglichen. Wenn auch Sie die Zusammenarbeit im Team verbessern wollen, buchen sie den Speaker Keil für einen Change Vortrag oder als Keynote Speaker für Motivation.

Eine Kuriosität, die ohne Vertrauen und Kommunikation keinen Erfolg hätte

Auf einem Strand, statt einer Landebahn zu landen bedeutet für einen Piloten vor allem eines: aus seiner Komfortzone heraustreten zu müssen. Das Aufbrechen von Routine ist einer der wichtigsten Schritte in der Krisenprävention, nicht nur im Cockpit, sondern auch in der Führungsebene eines Unternehmens. Es erfordert das Lösen von festgefahrenen Gewohnheiten und schärft die Sinne für außergewöhnliche Situationen.

Vortrag Motivation: Profitieren Sie von Top Redner Philip Keil

Die Atlantik-Insel Barra ist eine Lebensader für den Tourismus – und sie ist vom Flugverkehr und damit von den Gezeiten abhängig. Selbst diese Kuriosität lädt also dazu ein, sich aufgrund der Regelmäßigkeit der Atlantik-Ströme in Sicherheit zu wiegen. Gleichzeitig müssen Flugplan und Ablauf am Boden absolut aufeinander abgestimmt sein, gerade wenn eine Naturgewalt als drittes Element im Spiel ist. So ist es auch in vielen Unternehmen. Erfolgreiche Unternehmensführung heißt, das eingespielte Team auf außergewöhnliche Situationen vorzubereiten. Erfahren Sie bei einem Event Ihres Unternehmens, wie Sie die richtige Planung für Ihre persönlichen Ziele umsetzen. Buchen Sie Philip Keil für einen Vortrag zum Thema Motivation.

Vortrag Führung und Teamwork

Herr Keil, „Crash oder Punktlandung? Das Team macht den Unterschied“ lautet Ihr Vortrag beim 12. Oberbayerischen Wissensforum in Rosenheim. Die Antwort liefern Sie im Titel ja gleich mit. Was zeichnet ein gutes Team aus?

Weiterfliegen

Wertvolle Impulse für Firmenlenker

Mehr als 160 Unternehmer und Führungskräfte aus der Metropolregion Rhein-Neckar und der Technologie Region Karlsruhe erhielten beim „BVMW-Forum Führung 2018“ im SRH Berufsbildungswerk in Neckargemünd wertvolle Impulse für die Praxis.

Artikel jetzt lesen: Philip Keil als Gastreferent beim BVMW-Forum Führung 2018

Interview Firmenlenker lernen von PilotenKeynote Leadership: Change Redner Philip Keil über Motivation und Führung

Wie lassen sich die Erfahrungen eines Berufspiloten mit über 8000 Flugstunden und Tausenden von Starts und Landungen auf vier Kontinenten auf den Berufsalltag und die Unternehmenskultur übertragen? Das erfuhren im vergangenen Jahr beim „Forum Führung“ des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft mehr als 160 Unternehmer und Führungskräfte aus der Metropolregion Rhein-Neckar und der TechnologieRegion Karlsruhe. Warum er zu den besten Rednern Deutschlands zählt, demonstrierte Conference Speaker Philip Keil eindrucksvoll in seinem Vortrag zum Thema Leadership. Auch in der Wirtschaft liegt zwischen „Crash“ oder „Bruchlandung“ oft nur mangelnde Entscheidungsfreude oder die Weigerung, Verantwortung zu übernehmen.

Führung von Mitarbeitern heißt Führung von Teams

Hierarchien können hinderlich sein, um Fehlerquellen auszuschließen. Machtdistanz verhindert Teamwork. Gastredner Philip Keil machte beim „Forum Führung“ deutlich, dass Fehleranalysen in der Regel zeigen, dass Problemsituationen vor allem deshalb nicht gelöst werden, weil der Mut dazu fehlt, wichtige Entscheidungen zu treffen und Hierarchien innerhalb der Mitarbeiter diese Entscheidungen zusätzlich erschweren. Im Flugbetrieb führte die Fehlerevaluation zu einem Umdenken, das nachhaltigen Einfluss auf die Prävention von Problemsituationen hatte: die Hierarchien wurden abgeflacht. Im so genannten „Pilot Monitoring“ oder „Pilot Flying“ ist die Aufgabenaufteilung im Cockpit weitgehend gleichberechtigt, um dem Team zu ermöglichen, schneller und effizienter auf auftretende Probleme zu reagieren.

Kulturwandel Keynote spricht die Kernaufgaben der Unternehmensführung an

Dieser Kulturwandel im Flugbetrieb muss im Zuge der Change Management Organisation auch in der wirtschaftlichen Unternehmensführung stattfinden. Auf dem BVMW Forum traf der Change Vortrag des Berufspiloten deshalb den Puls der Zeit. Die unternehmerischen Herausforderungen unserer Zeit, Digitalisierung und Globalisierung, werden neue Problemlösungsstrategien voraussetzen sowie die effiziente Koordination von Teams jenseits starrer Hierarchien. Als Keynote Redner konnte Philip Keil die Besucher des Forums überzeugen, wie seine Expertise aus dem Cockpit den entscheidenden Vorteil zu erfolgreicher Unternehmensführung liefern kann.

Extra – mit Birgit Schrowange: Horrorflug

RTL, 14.11.2016 Sendung: RTL Extra – Das Magazin.

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Führung von Mitarbeitern: Von der Air Berlin Pleite lernen

Seit Jahren zeichnete sich ab: Bei Air Berlin sitzen die Bruchpiloten im Management

Lange Zeit galt Air Berlin als aufsteigender Stern am Airline Himmel über Deutschland. Mit starkem Wachstum, konkurrenzlos günstigen Tickets und Mallorca-Drehkreuz bewies der damalige Chef Joachim Hunold ein gutes Gespür, für das er zu Recht gefeiert wurde. Die Ironie des Schicksals: dieser Höhenflug war der Startschuss für einen Absturz in fünf Akten.

Crash-Ursache Erfolgsblindheit

Denn was als kontrolliertes Wachstum nach einer klaren Strategie begann, entwickelte sich mehr und mehr zu waghalsigen Übernahmen auf Pump von Konkurrenten, deren Streckennetze überhaupt nicht zu Air Berlin passten. DBA, LTU, Niki, Belair…um nur einige zu nennen. Es schien, als hätten die Jahre des Erfolgs den Vorzeigemanager Hunold blind für sämtliche Risiken gemacht. In Pilotenkreisen nennt man dieses Verhalten „Target Fixation“: jahrelange Erfahrung führt zu einer trügerischen Sorglosigkeit. Trotz schwerer Turbulenzen und Starkregen versucht der Pilot mit Gewalt, die Maschine zu landen, weil es die letzten 100 Male doch auch geklappt hat. Ein gefährlicher Tunnelblick, in dem alle Warnhinweise ignoriert werden.

Crash-Ursache Machtdistanz

Nicht zuletzt deshalb sitzen in jedem Cockpit zwei vollwertige Piloten, um blinde Alleingänge dieser Art zu verhindern. Bei Air Berlin fehlte der starke Co-Pilot neben Hunold. Niemand wagte es, ihm ins Steuer zu greifen, als er aus der Hauptstadtairline einen Flickenteppich an defizitären Geschäftsmodellen machte. Machtdistanz verhindert Teamwork! Unglaublich aber wahr: Kapitäne crashen erheblich öfter, weil die Unterstützung und Kontrolle eines zweiten, charakterstarken Piloten oft fehlen.

Crash-Ursache fehlende Prioritätensetzung

Dem Management kam immer mehr der Blick für die Prioritäten abhanden. Man wollte überall ein bisschen mitfliegen, ohne klare Marktpositionierung: Innerdeutscher Business-Shuttle, touristische Langstrecke, europäische Cityverbindungen, Urlaubsziele am Mittelmeer. Gute Piloten und erfolgreiche Manager wissen in jeder Sekunde, auf was es ankommt und fokussieren sich allein darauf. Multitasking stresst und provoziert unnötige Fehler.

Crash-Ursache planloses Krisenmanagement

Im Cockpit und in der Chefetage zeigt sich Führung vor Allem dann, wenn mal nicht alles nach Routine läuft. Im Fall von Air Berlin fehlte auch hier wieder ein klares Konzept und eine ruhige Hand. Ein rigider Sparkurs ist sicher ein richtiger Schritt. Er führt aber ins Leere, wenn nicht die wahren Ursachen identifiziert und behoben werden. Keiner der Nachfolger Hunolds traute sich den radikalen Kurswechsel, obwohl die Zahlen klar zeigten, auf welchen Strecken das Geld verbrannt wird.

Crash-Ursache Kontrollverlust

Auch typisch für Firmenpleiten und Flugzeugabstürze ist der endgültige Kontrollverlust der Lenker. Das Gefühl der Überforderung lähmt sprichwörtlich und man schaut dem Untergang tatenlos zu. In den vergangenen Monaten war Air Berlin ein einziges Chaos, was auch die letzten Gäste vergraulte. Eingespielte Abläufe versagten, weil Kapital, Personal und der Glaube an das eigene Produkt fehlten. Man hatte sich mit dem vermeintlichen Heilsbringer Etihad und der Airline-Allianz „One World“ in Abhängigkeiten begeben, die einen Radikalumbau nun an Interessenskonflikten Dritter scheitern ließ.

Ein starkes Team, ein Bewusstsein für die Eigenverantwortlichkeit und ein transparentes Fehlermanagement sind am Boden wie in der Luft die entscheidenden Erfolgsfaktoren. Und so kann jeder Einzelne und jedes Unternehmen aus der Pleite Deutschlands zweitgrößter Airline wichtige Erkenntnisse für die eigene Reise ziehen.

Live-Interview: Air Berlin Flugmanöver

Der Luftfahrtexperte und Buchautor Philip Keil im Interview mit N24 zum spektakulären Air Berlin Flugmanöver in Düsseldorf. Er ist selbst aktiver Verkehrspilot mit über 8.000 Flugstunden und regelmäßig als Experte in den Medien.

Philip Keil – The Entrepreneur University Podcast

Luftfahrtexperte PHILIP KEIL im Podcast-Interview der Entreprneur University.

Wer nicht mit der breiten Masse als Passagier hinten sitzen möchte, sondern der Mann ganz vorne am Steuer sein will, muss sich sich jeden Tag aufs Neue der Herausforderung stellen. Muss bereit sein, statt zu motzen Verantwortung zu übernehmen und Lösungen zu finden. Gilt für Piloten wie für alle, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen wollen. Welche Erfahrungen ich aus über 8.000 Flugstunden fürs Leben gesammelt habe? Hören Sie rein…

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